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Acamprosat 333 mg

Alkoholentwöhnung

Acamprosat 333 mg – Unterstützung der Alkoholabstinenz

Acamprosat 333 mg ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Unterstützung der Abstinenz bei alkoholabhängigen Erwachsenen. Es wird eingesetzt, nachdem der Alkoholkonsum beendet wurde, und soll dabei helfen, die erreichte Abstinenz langfristig zu stabilisieren.

Acamprosat ist nicht zur Behandlung eines akuten Alkoholentzugs bestimmt. Die medikamentöse Behandlung sollte Teil eines umfassenden Therapiekonzepts mit psychosozialer, psychotherapeutischer oder beratender Unterstützung sein.

Wichtig: Acamprosat ersetzt keine medizinisch notwendige Alkoholentgiftung. Ein schwerer Alkoholentzug kann lebensbedrohlich sein und muss ärztlich behandelt werden.
Wirkstoff: Acamprosat
Wirkstärke: 333 mg
Anwendungsgebiet: Unterstützung der Alkoholabstinenz
Abgabestatus: Verschreibungspflichtig

Acamprosat 333 mg auf einen Blick

  • Zur Unterstützung einer bereits erreichten Alkoholabstinenz
  • Nicht zur Behandlung des akuten Alkoholentzugs
  • Keine berauschende Wirkung
  • Verursacht keine gezielte Abneigung gegen Alkohol
  • Wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden
  • Die Dosierung richtet sich unter anderem nach dem Körpergewicht
  • Verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Packungsgrößen und Verfügbarkeit

Acamprosat 333 mg kann je nach Hersteller und Präparat in unterschiedlichen Packungsgrößen verfügbar sein. Welche Packung abgegeben werden kann, hängt von der ärztlichen Verordnung und der aktuellen Lieferfähigkeit ab.

Preis, Packungsgröße und mögliche Zuzahlung richten sich nach dem tatsächlich verordneten und abgegebenen Arzneimittel.

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Für die Abgabe von Acamprosat 333 mg ist eine gültige ärztliche Verordnung
erforderlich.

Acamprosat 333 mg – Packungsgrößen und Preis

Präparat Wirkstärke Preis
Acamprosat 30 Tabletten 333 mg €104.27
Acamprosat 60 Tabletten 333 mg €189.9
Acamprosat 90 Tabletten 333 mg €215.33
Acamprosat 120 Tabletten 333 mg €239.07

Verfügbare Packungsgrößen, Hersteller und Preise können variieren. Acamprosat ist verschreibungspflichtig. Die konkrete Lieferfähigkeit sollte vorab geprüft werden.

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Wofür wird Acamprosat 333 mg eingesetzt?

Acamprosat wird bei alkoholabhängigen Patienten eingesetzt, die den Alkoholkonsum bereits beendet haben. Ziel der Behandlung ist es, die alkoholfreie Phase zu stabilisieren und das Risiko eines erneuten Konsums im Rahmen eines umfassenden Behandlungsprogramms zu reduzieren.

Der größte Nutzen ist zu erwarten, wenn die medikamentöse Behandlung mit psychosozialer Beratung, Rückfallprävention und einer langfristigen therapeutischen Begleitung kombiniert wird.

Acamprosat unterstützt die Abstinenzerhaltung. Es ist weder ein Mittel zur akuten Entgiftung noch ein Arzneimittel, das Alkoholkonsum unmittelbar unangenehm macht.

Wie wirkt Acamprosat?

Langfristiger Alkoholkonsum verändert verschiedene erregende und hemmende Signalwege im zentralen Nervensystem. Nach Beendigung des Alkoholkonsums müssen sich diese Systeme schrittweise neu stabilisieren.

Acamprosat beeinflusst unter anderem glutamaterge und GABA-vermittelte Signalwege und kann dadurch zur Stabilisierung der nach längerem Alkoholkonsum veränderten neuronalen Erregbarkeit beitragen.

Acamprosat blockiert die Wirkung von Alkohol nicht und erzeugt keine gezielte Unverträglichkeitsreaktion. Der therapeutische Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung einer bestehenden Abstinenz.

Acamprosat 333 mg – Einnahme und Dosierung

Die Dosierung richtet sich unter anderem nach dem Körpergewicht. Da eine Tablette 333 mg enthält, werden im Rahmen der üblichen Therapie mehrere Tabletten über den Tag verteilt eingenommen.

Körpergewicht Übliche Dosierung
60 kg oder mehr 2 Tabletten morgens, 2 mittags und 2 abends
Unter 60 kg Reduzierte Tagesdosis entsprechend der Fachinformation

Die konkrete Dosierung richtet sich nach dem tatsächlich verordneten Präparat und der ärztlichen Beurteilung. Sie sollte nicht eigenständig verändert werden.

Nicht selbst dosieren: Eine Veränderung der Anzahl oder Häufigkeit der Tabletten sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Warum beträgt die Wirkstärke 333 mg?

Acamprosat wird über den Tag verteilt eingenommen. Die Wirkstärke von 333 mg ermöglicht deshalb eine Dosierung mit mehreren Tabletten entsprechend dem Körpergewicht und der jeweiligen Fachinformation.

Wann wird mit Acamprosat begonnen?

Die Behandlung wird nach Beendigung des Alkoholkonsums begonnen. Acamprosat ist nicht für die Behandlung akuter Entzugssymptome vorgesehen.

Wie lange wird Acamprosat eingenommen?

Die Behandlung einer Alkoholabhängigkeit ist häufig langfristig angelegt. Acamprosat wird deshalb nicht nur für wenige Tage verwendet.

Wie lange die Behandlung fortgeführt wird, hängt unter anderem von Abstinenzverlauf, Rückfallrisiko, Verträglichkeit und dem individuellen Therapieplan ab.

Auch während der medikamentösen Behandlung bleiben psychosoziale Begleitung und Rückfallprävention wichtige Bestandteile der Therapie.

Acamprosat und Nierenfunktion

Acamprosat wird zu einem großen Teil unverändert über die Nieren ausgeschieden. Die Nierenfunktion ist deshalb vor Beginn und während der Behandlung besonders wichtig.

Bei einer deutlichen Einschränkung der Nierenfunktion kann Acamprosat nicht geeignet beziehungsweise kontraindiziert sein. Bestehende Nierenerkrankungen sollten deshalb vor Therapiebeginn unbedingt ärztlich angegeben werden.

Wichtig bei Nierenerkrankungen: Eine Behandlung mit Acamprosat sollte nicht begonnen oder verändert werden, ohne dass die Nierenfunktion medizinisch berücksichtigt wurde.

Acamprosat und Leber

Acamprosat wird im Gegensatz zu vielen anderen Arzneimitteln nicht in relevantem Umfang über die Leber verstoffwechselt.

Das kann bei Patienten mit alkoholbedingten Leberproblemen ein relevanter Unterschied zu anderen Medikamenten sein. Trotzdem muss die gesamte gesundheitliche Situation individuell ärztlich beurteilt werden.

Acamprosat oder Naltrexon?

Acamprosat und Naltrexon können beide bei Alkoholabhängigkeit eingesetzt werden, haben jedoch unterschiedliche therapeutische Schwerpunkte. Acamprosat dient vor allem der Stabilisierung einer bereits erreichten Abstinenz, während Naltrexon über die Blockade von Opioidrezeptoren unter anderem die belohnende Wirkung von Alkohol beeinflusst.

Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem vom Therapieziel sowie von Leber- und Nierenfunktion und weiteren Begleiterkrankungen ab.

Die Unterschiede erklären wir ausführlich im Beitrag Acamprosat oder Naltrexon – was ist der Unterschied?.

Acamprosat und Campral – was ist der Unterschied?

Acamprosat bezeichnet den Wirkstoff. Campral ist ein Handelsname für ein Arzneimittel mit Acamprosat.

Je nach Land, Zulassung und Hersteller können unterschiedliche Präparate angeboten werden. Entscheidend für die Anwendung sind das konkret verordnete Arzneimittel und dessen Fach- beziehungsweise Gebrauchsinformation.

Welche Nebenwirkungen kann Acamprosat haben?

Wie jedes Arzneimittel kann auch Acamprosat Nebenwirkungen verursachen. Nicht jeder Patient entwickelt Beschwerden.

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem

  • Durchfall
  • Bauchbeschwerden
  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag

Durchfall gehört zu den besonders häufig beschriebenen Beschwerden unter Acamprosat. Bei ausgeprägten oder anhaltenden Symptomen sollte die Behandlung ärztlich überprüft werden.

Warnhinweise und Gegenanzeigen

Vor Beginn der Behandlung müssen insbesondere die Nierenfunktion, Begleiterkrankungen und gleichzeitig verwendete Arzneimittel berücksichtigt werden.

Acamprosat ist insbesondere nicht geeignet bei

  • bestimmten schweren Nierenfunktionsstörungen,
  • Überempfindlichkeit gegen Acamprosat oder Bestandteile des jeweiligen Präparats.

Welche weiteren Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen gelten, richtet sich nach der Fachinformation des konkret verordneten Präparats.

Was passiert bei einem Rückfall?

Ein erneuter Alkoholkonsum sollte nicht als Grund betrachtet werden, die gesamte Behandlung eigenständig abzubrechen oder die Dosierung zu verändern.

Stattdessen sollte das weitere Vorgehen möglichst zeitnah mit dem behandelnden Team besprochen werden. Dabei können Auslöser des Rückfalls und die weitere Rückfallprävention gemeinsam bewertet werden.

Medikamentöse Behandlung, Beratung und Rückfallprävention gehören bei Alkoholabhängigkeit zusammen. Ein einzelner Rückfall bedeutet nicht, dass eine langfristige Behandlung grundsätzlich gescheitert ist.

Zusätzliche Informationen

Produktbezeichnung Acamprosat 333 mg
Wirkstoff Acamprosat
Wirkstärke 333 mg
Anwendungsgebiet Unterstützung der Abstinenz bei Alkoholabhängigkeit
Akuter Alkoholentzug Nicht zur Behandlung vorgesehen
Dosierung Mehrmals täglich, abhängig vom Körpergewicht
Ausscheidung Überwiegend über die Nieren
Abgabestatus Verschreibungspflichtig

Diese Produktbeschreibung ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch die aktuelle Packungsbeilage beziehungsweise Fachinformation des tatsächlich abgegebenen Arzneimittels.

Häufige Fragen zu Acamprosat 333 mg

Ist Acamprosat für den akuten Alkoholentzug geeignet?

Nein. Acamprosat wird zur Unterstützung einer bereits begonnenen Abstinenz eingesetzt und behandelt keine akuten Entzugssymptome.

Wie viele Acamprosat-Tabletten werden täglich eingenommen?

Die Tagesdosis richtet sich unter anderem nach dem Körpergewicht. Bei Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 60 kg oder mehr werden üblicherweise zwei Tabletten dreimal täglich eingesetzt. Maßgeblich ist die ärztliche Verordnung.

Ist Acamprosat dasselbe wie Campral?

Acamprosat ist der Wirkstoff. Campral ist ein Handelsname für ein acamprosathaltiges Arzneimittel.

Warum ist die Nierenfunktion bei Acamprosat wichtig?

Acamprosat wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden. Eine eingeschränkte Nierenfunktion kann deshalb beeinflussen, ob das Arzneimittel geeignet ist.

Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Acamprosat ist verschreibungspflichtig und sollte als Bestandteil eines umfassenden Behandlungsprogramms bei Alkoholabhängigkeit eingesetzt werden.