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Clomid (Clomifen)

clomid

Clomid zur Auslösung des Eisprungs bei ausbleibender Ovulation

Clomid ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Clomifen. Es wird eingesetzt, um bei Frauen mit Sterilität infolge ausbleibender Ovulation einen Eisprung auszulösen. Vor Beginn der Behandlung müssen andere Ursachen der Unfruchtbarkeit bei der Frau sowie eine mögliche Unfruchtbarkeit des Partners ausgeschlossen werden.

Clomid bei Kinderwunsch ist deshalb kein allgemeines Fruchtbarkeitsmittel, sondern eine gezielte hormonelle Therapie bei ovulatorischer Dysfunktion. Die Behandlung darf nur unter ärztlicher Kontrolle begonnen und fortgeführt werden.

Wirkstoff Clomifen
Darreichungsform Tabletten
Abgabestatus Verschreibungspflichtig

Wann Clomifen eingesetzt wird

  • Bei Kinderwunsch mit nachgewiesen ausbleibender Ovulation
  • Wenn andere Ursachen der weiblichen Unfruchtbarkeit abgeklärt wurden
  • Wenn eine Unfruchtbarkeit des Partners ausgeschlossen oder berücksichtigt wurde
  • Nur unter ärztlicher Kontrolle und zeitlich begrenzt

Welche Clomid-Dosierung wird verwendet?

In Deutschland ist Clomifen vor allem als 50-mg-Tablette verfügbar. Clomid 50 mg beschreibt damit die gebräuchliche Tablettenstärke, nicht automatisch die individuell erforderliche Tagesdosis oder Zahl der Behandlungszyklen.

Für den ersten Behandlungszyklus wird bei vergleichbaren deutschen Clomifen-Präparaten üblicherweise 1 Tablette mit 50 mg einmal täglich über 5 Tage eingesetzt. Zeitpunkt, Dosis und eventuelle weitere Zyklen legt jedoch ausschließlich der behandelnde Arzt fest.

Rezeptpflicht: Clomifen ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Für die Abgabe in der Kapellen-Apotheke ist ein gültiges ärztliches Rezept beziehungsweise E-Rezept erforderlich.

Clomifen 50 mg: orientierende Preise in Deutschland

Der tatsächliche Preis hängt vom verordneten Präparat, der Packungsgröße, der Verfügbarkeit und dem Versicherungsstatus ab.

Wirkstärke Typische Packung Orientierender Preisbereich
50 mg 10 Tabletten ca. 45–50 €

Die Preisangabe ist ein unverbindlicher Orientierungswert für den deutschen Apothekenmarkt. Der tatsächliche Preis und eine mögliche Zuzahlung richten sich nach dem konkret verordneten Präparat und dem Versicherungsstatus.

Warum der Preis nicht über die Behandlung entscheidet

Clomifen wird nicht nach Packungsgröße oder Preis ausgewählt, sondern nach ärztlich festgelegtem Behandlungsschema. Bei der Behandlung steht die kontrollierte Auslösung des Eisprungs im Vordergrund.

Änderungen der Dosis oder zusätzliche Behandlungszyklen dürfen nicht eigenständig vorgenommen werden.

Clomid Einnahme über 5 Tage unter ärztlicher Kontrolle

Die Clomid Einnahme wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Für den ersten Behandlungszyklus wird bei Clomifen 50 mg in der Regel 1 Tablette täglich über 5 Tage eingenommen.

Wann beginnt die Einnahme?

Nach einer spontanen Menstruation oder einer durch Gestagen ausgelösten Entzugsblutung beginnt die Behandlung üblicherweise am oder um den 5. Zyklustag. Bei Frauen, die längere Zeit keine Menstruation hatten, kann der Arzt einen anderen Startzeitpunkt festlegen.

Wie werden die Tabletten eingenommen?

  • 1-mal täglich entsprechend der ärztlichen Verordnung.
  • Unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.
  • Nach einer Mahlzeit einnehmen.
  • Die verordnete Dosis nicht eigenständig erhöhen.

Wann findet der Eisprung nach Clomifen statt?

Wann findet der Eisprung nach Clomifen statt, lässt sich nicht für jede Patientin auf denselben Tag festlegen. Der behandelnde Arzt beurteilt den Zyklus und kontrolliert, ob eine Ovulation eingetreten ist.

Wie viele Behandlungszyklen sind möglich?

Clomifen soll nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden. Mehr als 6 Behandlungszyklen sollten nicht durchgeführt werden. Wenn weitere Zyklen notwendig erscheinen, legt der behandelnde Arzt Zeitpunkt und Dosierung fest.

Vor jedem weiteren Behandlungszyklus muss eine bereits eingetretene Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Sehstörungen, Ovarvergrößerung und Mehrlingsschwangerschaft beachten

Clomifen darf unter anderem nicht nach bereits eingetretener Schwangerschaft, während der Stillzeit, bei bestehenden Lebererkrankungen oder Leberfunktionsstörungen, bei ungeklärten Blutungsanomalien, bestimmten Formen der Ovarialinsuffizienz sowie bei bestehenden Ovarialzysten angewendet werden.

Sehstörungen sind ein wichtiger Warnhinweis

Treten unter Clomifen Sehstörungen auf, muss die Behandlung beendet und ärztlich abgeklärt werden. Beschrieben sind unter anderem Augenflimmern, verschwommenes Sehen, Fleckensehen oder Lichtblitze.

Vergrößerung der Eierstöcke

Eine Vergrößerung der Eierstöcke gehört zu den sehr häufig beschriebenen Nebenwirkungen. Unterbauchbeschwerden, Spannungsgefühl oder Blähungen können damit zusammenhängen und sollten ärztlich beurteilt werden.

Mehrlingsschwangerschaft

Die Auslösung mehrerer Follikel kann die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft erhöhen. Clomid Nebenwirkungen betreffen deshalb nicht nur akute Beschwerden, sondern auch Risiken, die im Rahmen der Kinderwunschbehandlung überwacht werden müssen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

  • Hitzewallungen und Hautrötung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Brustspannen
  • Nervosität, Depressionen, Schlaflosigkeit oder Schwindel
  • Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit
  • Vorübergehender Haarausfall

Schwangerschaft und Stillzeit

Clomifen darf während einer bestehenden Schwangerschaft nicht angewendet werden. Auch während der Stillzeit ist die Einnahme kontraindiziert.

Clomifen darf nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Dosis, Behandlungsbeginn und Zahl der Zyklen dürfen keinesfalls eigenständig überschritten werden.

Wirkstoff, Anwendung und Rezeptpflicht im Überblick

Produktname Clomid
Wirkstoff Clomifen
Gebräuchliche Tablettenstärke 50 mg
Darreichungsform Tabletten
Anwendungsgebiet Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit Sterilität infolge ausbleibender Ovulation
Erster Behandlungszyklus Üblicherweise 50 mg einmal täglich über 5 Tage
Therapiebeginn Üblicherweise am oder um den 5. Zyklustag, sofern eine Menstruation oder Entzugsblutung vorausging
Einnahme Unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit nach einer Mahlzeit
Maximale Behandlungsdauer Nicht mehr als 6 Behandlungszyklen
Schwangerschaft Nicht anwenden
Stillzeit Nicht anwenden
Lactose Deutsche 50-mg-Clomifen-Tabletten können Lactose enthalten
Aufbewahrung Für deutsche 50-mg-Tabletten sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Abgabestatus Verschreibungspflichtig
Rezept Für die Abgabe ist ein gültiges ärztliches Rezept beziehungsweise E-Rezept erforderlich
Kategorie auf Kapellen-Apotheke: Familie. Die Zuordnung passt zum bestehenden Themenbereich Kinderwunsch und reproduktive Gesundheit.

Häufige Fragen zu Clomid

Ist Clomid beziehungsweise Clomifen in Deutschland rezeptpflichtig?

Ja. Clomifen ist verschreibungspflichtig. Für die Abgabe wird ein gültiges ärztliches Rezept oder E-Rezept benötigt.

Welche Dosierung wird bei Clomifen verwendet?

Die gebräuchliche deutsche Tablettenstärke beträgt 50 mg. Im ersten Zyklus wird häufig 1 Tablette täglich über 5 Tage verordnet. Die individuelle Dosierung legt der behandelnde Arzt fest.

Wann beginnt die Einnahme im Zyklus?

Nach einer spontanen Menstruation oder Gestagen-induzierten Entzugsblutung beginnt die Behandlung üblicherweise am oder um den 5. Zyklustag.

Erhöht Clomifen die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge?

Clomifen kann zur Reifung mehrerer Follikel führen und dadurch das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft erhöhen. Die Behandlung erfolgt deshalb unter ärztlicher Kontrolle.

Wie viele Clomifen-Zyklen sind maximal vorgesehen?

Mehr als 6 Behandlungszyklen sollten nicht durchgeführt werden. Ob und wann ein weiterer Zyklus sinnvoll ist, entscheidet der behandelnde Arzt.


Diese Informationen erläutern Clomid mit dem Wirkstoff Clomifen und ersetzen keine persönliche ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Clomifen ist in Deutschland verschreibungspflichtig; für die Abgabe ist ein gültiges Rezept oder E-Rezept erforderlich. Maßgeblich sind die ärztliche Verordnung sowie die aktuelle Fach- und Gebrauchsinformation des tatsächlich abgegebenen Präparats.