Frauenkrankheiten: Beschwerden, Vorsorge und Behandlung
Frauengesundheit umfasst weit mehr als Schwangerschaft und Fortpflanzung. Hormonelle Veränderungen, Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken, Infektionen, Endometriose, Wechseljahre und Veränderungen der Brust können Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen.
Viele Beschwerden lassen sich gut behandeln. Gleichzeitig sollten starke, ungewöhnliche oder neu auftretende Symptome nicht als vermeintlich „normale Frauenbeschwerden“ abgetan werden.
In der Kapellen-Apotheke in Mömbris ist uns ein professioneller und respektvoller Umgang mit Frauengesundheit wichtig. Medizinische Empfehlungen sollten sich an wissenschaftlicher Evidenz, aktuellen Leitlinien und offiziellen Gesundheitsinformationen orientieren.
Was gehört zur Frauengesundheit?
Frauenärztliche Medizin beschäftigt sich unter anderem mit:
- Menstruation und Zyklus,
- Gebärmutter und Gebärmutterschleimhaut,
- Eierstöcken und Eileitern,
- Scheide und äußerem Genitalbereich,
- Brustgesundheit,
- Hormonen und Wechseljahren,
- Fruchtbarkeit und Kinderwunsch,
- Verhütung,
- sexueller Gesundheit,
- Krebsvorsorge und Früherkennung.
Beschwerden können dabei sehr unterschiedlich sein. Manche Erkrankungen verursachen starke Symptome, andere bleiben lange unbemerkt und werden beispielsweise bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.
Menstruation und Menstruationsbeschwerden
Der Menstruationszyklus wird durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert.
Zykluslänge, Blutungsdauer und Blutungsstärke können sich von Frau zu Frau unterscheiden und sich im Laufe des Lebens verändern.
Leichte bis mäßige Beschwerden während der Periode sind häufig. Sehr starke Schmerzen oder Blutungen, die den Alltag deutlich einschränken, sollten jedoch medizinisch abgeklärt werden.
Starke Regelschmerzen sind nicht immer „normal“
Schmerzen während der Menstruation werden als Dysmenorrhoe bezeichnet.
Bei manchen Frauen beginnen die Beschwerden bereits kurz vor der Blutung und dauern mehrere Tage an.
Mögliche Symptome sind:
- krampfartige Unterleibsschmerzen,
- Rückenschmerzen,
- Kopfschmerzen,
- Übelkeit,
- Durchfall,
- ausgeprägte Erschöpfung.
Sind die Schmerzen ungewöhnlich stark, treten sie neu auf oder werden zunehmend schlimmer, sollte nach einer möglichen Ursache gesucht werden.
Eine mögliche Ursache ist beispielsweise Endometriose.
Endometriose
Bei einer Endometriose befindet sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter beziehungsweise innerhalb der Gebärmutterwand.
Endometriose kann sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Frauen haben keine oder kaum Beschwerden, andere leiden unter starken Schmerzen.
Mögliche Symptome sind:
- starke Schmerzen während der Menstruation,
- chronische Unterleibsschmerzen,
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
- Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen,
- Magen-Darm-Beschwerden,
- eingeschränkte Fruchtbarkeit.
Die Stärke der Schmerzen lässt nicht zuverlässig darauf schließen, wie ausgeprägt die Endometriose ist.
Die Diagnose kann schwierig sein und wird teilweise erst nach längerer Beschwerdedauer gestellt.
Wie wird Endometriose behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Beschwerden, Alter, Kinderwunsch und individueller Situation.
Mögliche Behandlungen umfassen:
- Schmerztherapie,
- hormonelle Behandlung,
- operative Behandlung in ausgewählten Situationen.
Die aktuelle Therapie sollte gemeinsam mit einer gynäkologischen Fachperson festgelegt werden.
Myome der Gebärmutter
Myome sind gutartige Wucherungen aus Muskel- und Bindegewebe der Gebärmutter.
Viele Frauen haben Myome, ohne etwas davon zu bemerken. Werden sie zufällig entdeckt und verursachen keine Beschwerden, müssen sie häufig nicht behandelt werden.
Mögliche Beschwerden sind:
- starke oder verlängerte Monatsblutungen,
- krampfartige Regelschmerzen,
- Druckgefühl im Unterleib,
- häufiger Harndrang,
- Beschwerden beim Stuhlgang.
Starke Blutungen können langfristig zu einer Blutarmut führen, die sich beispielsweise durch Müdigkeit und Leistungsschwäche bemerkbar macht.
Müssen Myome immer entfernt werden?
Nein. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt insbesondere von Größe, Lage und Beschwerden sowie von einem möglichen Kinderwunsch ab.
Je nach Situation können Medikamente, hormonelle Therapien, minimal-invasive Verfahren oder Operationen infrage kommen.
Unregelmäßige Menstruation
Nicht jeder unregelmäßige Zyklus ist krankhaft. Zyklusveränderungen können beispielsweise in der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder vor den Wechseljahren auftreten.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- starke Gewichtsveränderungen,
- Stress und körperliche Belastung,
- Schilddrüsenerkrankungen,
- hormonelle Störungen,
- PCOS,
- bestimmte Medikamente.
Bleibt eine bisher regelmäßige Menstruation über längere Zeit aus, sollte die Ursache ärztlich geklärt werden.
Starke oder ungewöhnliche Blutungen
Menstruationsblutungen können unterschiedlich stark sein. Sehr starke, lang anhaltende oder ungewöhnlich häufige Blutungen sollten jedoch untersucht werden.
Mögliche Ursachen können beispielsweise sein:
- hormonelle Veränderungen,
- Myome,
- Polypen,
- Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut,
- bestimmte Medikamente,
- Gerinnungsstörungen.
Blutungen nach den Wechseljahren
Eine Blutung, die nach abgeschlossener Menopause neu auftritt, sollte grundsätzlich frauenärztlich abgeklärt werden.
Häufig liegen gutartige Ursachen vor. Ungewöhnliche Blutungen können jedoch auch ein frühes Zeichen einer Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut sein.
PCOS – Polyzystisches Ovarialsyndrom
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine hormonelle Erkrankung, die Frauen im gebärfähigen Alter betreffen kann.
Mögliche Merkmale sind:
- unregelmäßige oder ausbleibende Eisprünge,
- unregelmäßige Menstruation,
- erhöhte Konzentrationen männlicher Geschlechtshormone,
- verstärkte Körperbehaarung,
- Akne,
- Schwierigkeiten beim Schwangerwerden.
Nicht jede Frau mit unregelmäßigem Zyklus oder einzelnen Zysten am Eierstock hat automatisch PCOS.
Die Diagnose erfordert eine medizinische Gesamtbeurteilung.
Eierstockzysten
Zysten an den Eierstöcken sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume. Viele entstehen im Zusammenhang mit dem normalen Menstruationszyklus und verschwinden wieder von selbst.
Manche Zysten können jedoch Schmerzen verursachen oder weiter untersucht werden müssen.
Plötzlich auftretende starke einseitige Unterleibsschmerzen sollten rasch medizinisch abgeklärt werden.
Scheidenbeschwerden und Vaginalinfektionen
Juckreiz, Brennen, Schmerzen oder veränderter Ausfluss können unterschiedliche Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise:
- Pilzinfektionen,
- bakterielle Veränderungen der Vaginalflora,
- sexuell übertragbare Infektionen,
- Hauterkrankungen,
- Schleimhautveränderungen durch Östrogenmangel.
Nicht jede Form von Ausfluss bedeutet automatisch eine Infektion. Ebenso sollte nicht jeder Juckreiz auf eigene Vermutung hin wiederholt mit einem Antipilzmittel behandelt werden.
Bei erstmaligen, ungewöhnlichen, wiederkehrenden oder starken Beschwerden sollte die Ursache medizinisch geklärt werden.
Scheidenpilz
Eine vaginale Pilzinfektion wird häufig durch Hefepilze der Gattung Candida verursacht.
Mögliche Beschwerden sind:
- starker Juckreiz,
- Brennen,
- Rötung,
- veränderter Ausfluss.
Ähnliche Beschwerden können jedoch auch andere Ursachen haben.
Bei wiederkehrenden Infektionen, Schwangerschaft, ungewöhnlichen Symptomen oder erfolgloser Selbstbehandlung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Sexuell übertragbare Infektionen
Einige Infektionen können beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und lange ohne deutliche Beschwerden verlaufen.
Dazu gehören unter anderem:
- Chlamydien,
- Gonorrhö,
- Syphilis,
- HPV-Infektionen,
- HIV.
Je nach persönlicher Situation können Tests sinnvoll sein.
Bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Infektion sollte nicht nur symptomatisch behandelt werden. Eine gezielte Diagnostik ermöglicht die passende Therapie und gegebenenfalls die Mitbehandlung von Partnerinnen oder Partnern.
HPV und Gebärmutterhalskrebs
Humane Papillomviren (HPV) sind sehr verbreitet. Viele Infektionen verschwinden wieder von selbst.
Bestimmte HPV-Typen können jedoch langfristig Veränderungen am Gebärmutterhals verursachen und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen.
Zwei wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung beziehungsweise frühen Erkennung sind:
- HPV-Impfung,
- regelmäßige Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung.
Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung
Frauen haben in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen.
Der Umfang richtet sich nach dem Alter.
Aktuell gilt unter anderem:
- Frauen von 20 bis 34 Jahren wird jährlich ein Zellabstrich am Gebärmutterhals angeboten.
- Frauen ab 35 Jahren wird normalerweise alle drei Jahre eine Kombination aus HPV-Test und Zellabstrich angeboten, sofern vorherige Befunde unauffällig sind.
Zusätzlich gehört die gynäkologische Untersuchung zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm.
Brustgesundheit
Veränderungen der Brust sind häufig und keineswegs automatisch bösartig.
Trotzdem sollten neu aufgetretene oder ungewöhnliche Veränderungen medizinisch untersucht werden.
Dazu können gehören:
- neu tastbare Knoten,
- auffällige Veränderungen der Haut,
- Einziehungen der Brustwarze,
- ungeklärte Flüssigkeitsabsonderung,
- einseitige neu aufgetretene Veränderungen.
Brustkrebs-Früherkennung
In Deutschland gehört die Brustkrebs-Früherkennung zum gesetzlichen Vorsorgeprogramm.
Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche ärztliche Untersuchung der Brust.
Zusätzlich besteht für Frauen von 50 bis 75 Jahren die Möglichkeit, alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilzunehmen.
Wie bei allen Früherkennungsuntersuchungen sollten Nutzen und mögliche Nachteile berücksichtigt werden.
Unterleibsschmerzen
Unterleibsschmerzen können von den Geschlechtsorganen ausgehen, aber auch Darm, Harnwege oder andere Organe betreffen.
Mögliche gynäkologische Ursachen sind beispielsweise:
- Endometriose,
- Myome,
- Eierstockzysten,
- Infektionen,
- Menstruationsbeschwerden.
Wiederkehrende oder anhaltende Schmerzen sollten nicht dauerhaft ausschließlich mit Schmerzmitteln behandelt werden, ohne die Ursache abzuklären.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr werden als Dyspareunie bezeichnet.
Mögliche Ursachen reichen von trockenen Schleimhäuten und Infektionen bis zu Endometriose, Veränderungen des Beckenbodens oder anderen Erkrankungen.
Solche Beschwerden müssen nicht aus Scham verschwiegen werden. Sie können medizinisch abgeklärt und häufig behandelt werden.
Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Bereich Sexualmedizin .
Unerfüllter Kinderwunsch
Wenn eine gewünschte Schwangerschaft über längere Zeit ausbleibt, können viele Ursachen eine Rolle spielen.
Die Ursache sollte dabei nicht automatisch nur bei der Frau gesucht werden. Eine sinnvolle Kinderwunschdiagnostik berücksichtigt grundsätzlich beide Partner.
Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite Unerfüllter Kinderwunsch .
Schwangerschaft und Frauengesundheit
Während einer Schwangerschaft gelten für Arzneimittel, Nahrungsergänzung, Infektionen und Vorsorge besondere medizinische Anforderungen.
Medikamente sollten in der Schwangerschaft weder unkritisch eingenommen noch notwendige Therapien eigenständig abgesetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Schwangerschaft .
Wechseljahre
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine normale Lebensphase.
In dieser Zeit verändert sich die Hormonproduktion der Eierstöcke. Die Monatsblutungen werden unregelmäßiger und bleiben schließlich aus.
Die letzte Menstruation wird als Menopause bezeichnet. Sie tritt im Durchschnitt etwa im Alter von 51 Jahren ein.
Welche Beschwerden können in den Wechseljahren auftreten?
Frauen erleben die Wechseljahre sehr unterschiedlich.
Mögliche Beschwerden sind:
- Hitzewallungen,
- Schweißausbrüche,
- Schlafprobleme,
- Stimmungsschwankungen,
- trockene Scheidenschleimhaut,
- Beschwerden beim Geschlechtsverkehr.
Manche Frauen haben kaum Beschwerden, andere fühlen sich deutlich beeinträchtigt.
Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
Hormonelle Therapien können bestimmte Wechseljahresbeschwerden wirksam lindern, sind jedoch nicht für jede Frau gleichermaßen geeignet.
Nutzen und Risiken hängen unter anderem von:
- Alter,
- Art und Stärke der Beschwerden,
- Vorerkrankungen,
- Art des verwendeten Hormons,
- Dauer und Form der Anwendung
ab.
Eine Hormontherapie sollte deshalb individuell mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprochen werden.
Scheidentrockenheit nach den Wechseljahren
Sinkende Östrogenspiegel können dazu führen, dass die Schleimhäute der Scheide dünner und trockener werden.
Dadurch können Brennen, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr entstehen.
Je nach Beschwerden kommen nicht-hormonelle Pflege- und Gleitmittel oder lokale hormonelle Behandlungen infrage.
Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Verhütung
Welche Verhütungsmethode am besten geeignet ist, hängt von persönlichen Wünschen und medizinischen Faktoren ab.
Zur Verfügung stehen unter anderem:
- Kondome,
- kombinierte hormonelle Verhütungsmittel,
- reine Gestagenpräparate,
- Hormonspiralen,
- Kupferspiralen und andere kupferhaltige Methoden.
Bei hormoneller Verhütung sollten mögliche individuelle Risikofaktoren berücksichtigt werden, beispielsweise Rauchen, Migräne oder ein erhöhtes Thromboserisiko.
Psychische Gesundheit gehört zur Frauengesundheit
Chronische Schmerzen, unerfüllter Kinderwunsch, Wechseljahresbeschwerden, sexuelle Probleme oder schwerwiegende Diagnosen können die psychische Gesundheit stark belasten.
Gleichzeitig sollten körperliche Beschwerden nicht vorschnell ausschließlich als psychisch bedingt eingeordnet werden.
Eine sorgfältige medizinische Diagnostik und eine respektvolle Kommunikation sind deshalb besonders wichtig.
Informationen finden Sie auch unter Psychische Erkrankungen .
Medikamente bei Frauenkrankheiten
Je nach Erkrankung können sehr unterschiedliche Arzneimittel eingesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Schmerzmittel,
- hormonelle Arzneimittel,
- Antibiotika,
- Antipilzmittel,
- lokale Präparate für Haut und Schleimhäute.
Entscheidend ist eine Behandlung, die zur tatsächlichen Diagnose passt.
Wiederkehrende Beschwerden sollten deshalb nicht dauerhaft auf eigene Vermutung hin mit demselben Medikament behandelt werden.
Wann sollte man zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt?
Eine frauenärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:
- ungewöhnlich starken Menstruationsschmerzen,
- sehr starken oder langen Blutungen,
- Blutungen zwischen den Menstruationen,
- Blutungen nach den Wechseljahren,
- anhaltenden oder wiederkehrenden Unterleibsschmerzen,
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
- ungewöhnlichem oder übel riechendem Ausfluss,
- wiederkehrenden Vaginalbeschwerden,
- neu tastbaren Veränderungen der Brust,
- länger ausbleibender Menstruation ohne bekannte Ursache.
Wann können Unterleibsbeschwerden ein Notfall sein?
Manche gynäkologische Beschwerden können eine rasche medizinische Untersuchung erforderlich machen.
Dringende Hilfe ist insbesondere notwendig bei:
- sehr starken plötzlich auftretenden Unterleibsschmerzen,
- starker Blutung mit Kreislaufproblemen,
- Bewusstlosigkeit,
- schweren Schmerzen zusammen mit einer möglichen Schwangerschaft,
- hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl in Verbindung mit Unterleibsschmerzen.
Bei akut lebensbedrohlichen Beschwerden gilt der Notruf 112.
Vorsorge und Früherkennung
Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen können bestimmte Erkrankungen beziehungsweise deren Vorstufen erkennen, bevor deutliche Beschwerden entstehen.
Zu den gesetzlichen Angeboten gehören insbesondere:
- Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung,
- Brustkrebs-Früherkennung,
- Mammographie-Screening in der vorgesehenen Altersgruppe.
Welche Untersuchung in welchem Alter angeboten wird, kann sich aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse ändern.
Deshalb sollten konkrete Vorsorgetermine immer anhand der aktuellen Empfehlungen geprüft werden.
Frauengesundheit in jeder Lebensphase
Frauengesundheit verändert sich über das gesamte Leben.
Pubertät und erste Menstruation stellen andere Fragen als Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Wechseljahre.
Eine gute medizinische Betreuung bedeutet deshalb nicht, alle Frauen nach demselben Schema zu behandeln, sondern Alter, Beschwerden, Lebenssituation und persönliche Wünsche zu berücksichtigen.
Kapellen-Apotheke: professionelle Beratung für Frauengesundheit
In der Kapellen-Apotheke in Mömbris beraten wir Sie gerne zu Arzneimitteln und ausgewählten Beschwerden im Bereich Frauengesundheit.
Dazu gehören beispielsweise Fragen zu:
- Schmerzmitteln bei Menstruationsbeschwerden,
- Verträglichkeit und Wechselwirkungen von Arzneimitteln,
- lokalen Präparaten bei Vaginalbeschwerden,
- Medikamenten während Kinderwunsch und Schwangerschaft,
- Beschwerden während der Wechseljahre.
Verantwortungsvolle pharmazeutische Beratung bedeutet für uns aber auch, klar zu erkennen, wann Selbstmedikation nicht mehr sinnvoll ist und eine frauenärztliche Untersuchung notwendig wird.
Keine unbelegten Behandlungsmethoden
Gerade zu Themen wie Hormonen, Endometriose, Kinderwunsch und Wechseljahren werden im Internet zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, „Hormonkuren“, Detox-Verfahren und andere angeblich natürliche Behandlungsmethoden beworben.
Solche Aussagen sollten kritisch geprüft werden.
Für uns gilt: Medizinische Empfehlungen sollten sich an belegter Wirksamkeit, Sicherheit und aktuellen Fachinformationen orientieren.
Wo wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen oder widersprüchlich sind, sollte dies offen benannt werden.
Häufige Fragen zu Frauenkrankheiten
Sind starke Regelschmerzen normal?
Leichte bis mäßige Beschwerden während der Menstruation sind häufig. Sehr starke Schmerzen, die Schule, Beruf oder Alltag deutlich beeinträchtigen, sollten jedoch untersucht werden. Dahinter kann beispielsweise eine Endometriose stecken.
Was ist Endometriose?
Bei einer Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter beziehungsweise in deren Muskelwand. Die Erkrankung kann starke Schmerzen verursachen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Sind Myome gefährlich?
Myome sind gutartige Gewebewucherungen der Gebärmutter. Viele verursachen überhaupt keine Beschwerden und müssen nicht behandelt werden. Bei starken Blutungen, Schmerzen oder anderen Problemen stehen verschiedene Behandlungsverfahren zur Verfügung.
Wann sollte ungewöhnlicher Ausfluss untersucht werden?
Bei neu aufgetretenem, stark verändertem oder unangenehm riechendem Ausfluss, insbesondere zusammen mit Schmerzen, Brennen, Juckreiz oder Fieber, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Ist jede Blutung in den Wechseljahren normal?
Während der Übergangsphase können Menstruationen unregelmäßig werden. Tritt jedoch nach abgeschlossener Menopause erneut eine Blutung auf, sollte sie grundsätzlich frauenärztlich untersucht werden.
Sind die Wechseljahre eine Krankheit?
Nein. Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase. Sie können Beschwerden verursachen, müssen dies aber nicht. Bei belastenden Symptomen stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Wann beginnt die Mammographie-Früherkennung?
Nach dem aktuellen deutschen Früherkennungsprogramm können Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilnehmen.
Wie oft wird ein Abstrich zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung gemacht?
Nach dem derzeitigen Programm erhalten Frauen von 20 bis 34 Jahren jährlich einen Zellabstrich. Ab 35 Jahren wird in der Regel alle drei Jahre ein kombinierter HPV- und Zelltest angeboten, sofern die vorherigen Befunde unauffällig sind.
Verlässliche medizinische Informationen
Bei Informationen zur Frauengesundheit orientieren wir uns bevorzugt an aktuellen medizinischen Leitlinien sowie offiziellen und unabhängigen Gesundheitsinformationen.
- gesund.bund.de – Endometriose
- Gesundheitsinformation.de – Endometriose
- Gesundheitsinformation.de – Myome der Gebärmutter
- gesund.bund.de – Wechseljahre
- gesund.bund.de – Krebsfrüherkennung
- gesund.bund.de – Gebärmutterhalskrebs und Früherkennung
- AWMF – Leitlinie Diagnostik und Therapie der Endometriose
Bei Fragen zu einem Arzneimittel oder dessen Verfügbarkeit können Sie auch unsere Kontaktseite nutzen.
Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen gesundheitlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle frauenärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei starken, ungewöhnlichen oder neu auftretenden Beschwerden sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
