Eltern und Kind

Kinderkrankheiten: Symptome, Behandlung & Warnzeichen

Kinderkrankheiten

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient besondere Aufmerksamkeit. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“: Erkrankungen können sich je nach Alter anders äußern, Medikamente müssen häufig anders dosiert werden und gerade kleine Kinder können Beschwerden noch nicht zuverlässig beschreiben.

In der Kapellen-Apotheke in Mömbris ist uns die Gesundheit von Kindern und ihren Familien besonders wichtig. Deshalb orientieren wir uns bei Informationen zur Kindergesundheit an medizinischen Leitlinien, offiziellen Empfehlungen und wissenschaftlich überprüften Verfahren.

Ungeprüfte Hausmittel, fragwürdige Internet-Trends oder Medikamente ohne altersgerechte Dosierung gehören nicht in die Behandlung eines Kindes. Bei Unsicherheit sollte lieber frühzeitig kinderärztlicher Rat eingeholt werden.

Was versteht man unter Kinderkrankheiten?

Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff Kinderkrankheiten vor allem Infektionskrankheiten, die besonders häufig im Kindesalter auftreten. Im Alltag wird der Begriff jedoch häufig weiter verwendet und umfasst auch typische Beschwerden wie Erkältungen, Fieber, Husten, Magen-Darm-Infekte, Hautausschläge oder Ohrenschmerzen.

Viele Erkrankungen verlaufen bei Kindern unkompliziert. Gleichzeitig können sich insbesondere Säuglinge und Kleinkinder innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern.

Entscheidend sind deshalb nicht nur einzelne Symptome, sondern auch:

  • das Alter des Kindes,
  • der Allgemeinzustand,
  • Trinkverhalten und Urinausscheidung,
  • Atmung,
  • Hautfarbe,
  • Wachheit und Reaktionsfähigkeit,
  • Dauer und Verlauf der Beschwerden.

Kinder brauchen eine altersgerechte medizinische Behandlung

Arzneimittel wirken bei Kindern nicht automatisch genauso wie bei Erwachsenen. Dosierungen können vom Alter, Körpergewicht und Wirkstoff abhängen.

Deshalb sollten Kindern Medikamente niemals einfach in einer kleineren „Erwachsenendosis“ gegeben werden.

Auch frei verkäufliche Medikamente können für bestimmte Altersgruppen ungeeignet sein oder eine genaue Dosierung erfordern.

Bei Unsicherheit zu einem Arzneimittel, einer Dosierung oder der richtigen Darreichungsform beraten wir Sie gerne in der Kapellen-Apotheke in Mömbris.

Fieber bei Kindern

Fieber ist keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Reaktion des Körpers. Besonders häufig tritt es bei Infektionen auf.

Bei Kindern ist nicht allein die gemessene Temperatur entscheidend. Ebenso wichtig ist, wie das Kind insgesamt wirkt.

Ein Kind mit Fieber, das ausreichend trinkt, reagiert und zwischendurch spielt, kann beispielsweise einen deutlich besseren Allgemeinzustand haben als ein Kind mit niedrigerer Temperatur, das ungewöhnlich schläfrig oder kaum ansprechbar ist.

Wann sollte Fieber kinderärztlich abgeklärt werden?

Besonders vorsichtig sollte man bei sehr jungen Säuglingen sein. Auch unabhängig vom Alter ist ärztlicher Rat sinnvoll, wenn:

  • das Kind ungewöhnlich schläfrig oder schwer weckbar ist,
  • es deutlich weniger trinkt,
  • Atemprobleme auftreten,
  • ein Krampfanfall auftritt,
  • starke Schmerzen bestehen,
  • ein auffälliger Hautausschlag hinzukommt,
  • der Allgemeinzustand deutlich beeinträchtigt ist.

Fieber senken – nicht nur auf die Zahl schauen

Fiebersenkende Medikamente werden bei Kindern vor allem eingesetzt, wenn Fieber mit deutlichem Unwohlsein oder Schmerzen verbunden ist.

Dafür kommen je nach Alter und Situation beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen infrage.

Die Dosierung muss sich an den Angaben des jeweiligen Präparats beziehungsweise an der ärztlichen Empfehlung orientieren.

Medikamente sollten nicht ohne klaren Grund kombiniert oder häufiger gegeben werden als vorgesehen.

Acetylsalicylsäure bei Kindern

Arzneimittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) sind bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen grundsätzlich problematisch und sollten nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung verwendet werden.

Für die Selbstmedikation bei fieberhaften Infekten sind sie bei Kindern nicht geeignet.

Erkältung bei Kindern

Kinder haben deutlich häufiger Erkältungen als Erwachsene. Das ist insbesondere in den ersten Lebensjahren normal, weil sich das Immunsystem mit vielen unterschiedlichen Viren auseinandersetzt.

Typische Beschwerden sind:

  • Schnupfen,
  • Husten,
  • Halsschmerzen,
  • leichtes bis mäßiges Fieber,
  • Müdigkeit und vermindertes Wohlbefinden.

Eine normale Erkältung wird fast immer durch Viren verursacht. Antibiotika helfen deshalb in der Regel nicht.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Bereich HNO, Atemwege und Lunge .

Husten bei Kindern

Husten ist ein natürlicher Schutzreflex, mit dem die Atemwege Schleim und Fremdstoffe entfernen.

Bei Kindern tritt Husten besonders häufig im Rahmen viraler Infekte auf. Er kann länger bestehen als Schnupfen oder Fieber.

Ärztlich abgeklärt werden sollte Husten insbesondere bei:

  • Atemnot,
  • auffällig schneller oder angestrengter Atmung,
  • bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut,
  • starken Brustschmerzen,
  • anhaltend hohem Fieber,
  • deutlich reduziertem Allgemeinzustand,
  • sehr jungen Säuglingen.

Hustenmittel nicht unkritisch geben

Nicht jedes Hustenmittel ist für jedes Kindesalter geeignet. Gerade bei kleinen Kindern sollten Eltern deshalb keine Medikamente aufgrund einer Empfehlung aus sozialen Medien oder aus dem Familienumfeld geben.

Vor der Anwendung sollte geprüft werden:

  • für welches Alter das Präparat zugelassen ist,
  • welche Dosierung vorgesehen ist,
  • ob andere Medikamente gleichzeitig angewendet werden,
  • ob eine ärztliche Untersuchung sinnvoller ist.

Pseudokrupp

Beim Pseudokrupp kommt es meist im Rahmen eines Virusinfekts zu einer Schwellung im Bereich des Kehlkopfs.

Typisch sind:

  • bellender Husten,
  • Heiserkeit,
  • ein pfeifendes oder ziehendes Geräusch beim Einatmen,
  • häufig ein plötzliches Auftreten in der Nacht.

Bei leichteren Beschwerden kann es helfen, das Kind zu beruhigen und aufrecht zu halten.

Bei deutlicher Atemnot, bläulichen Lippen, Erschöpfung oder einer schnellen Verschlechterung ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.

Mittelohrentzündung

Mittelohrentzündungen treten besonders häufig bei Säuglingen und Kleinkindern auf und entstehen oft nach einem Atemwegsinfekt.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Ohrenschmerzen,
  • Fieber,
  • Unruhe und häufiges Weinen,
  • vorübergehend schlechteres Hören,
  • bei kleinen Kindern häufiges Greifen ans Ohr.

Bei starken Schmerzen, hohem Fieber, sehr kleinen Kindern oder deutlich reduziertem Allgemeinzustand sollte die Kinderarztpraxis aufgesucht werden.

Magen-Darm-Infekte

Erbrechen und Durchfall kommen bei Kindern häufig im Rahmen von Magen-Darm-Infekten vor.

Die wichtigste Gefahr besteht insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern im Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten.

Anzeichen für Flüssigkeitsmangel

Warnzeichen können sein:

  • deutlich weniger Urin beziehungsweise trockene Windeln,
  • trockener Mund,
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit,
  • eingesunkene Augen,
  • fehlende Tränen beim Weinen,
  • deutlich vermindertes Trinken.

Treten solche Zeichen auf, sollte insbesondere bei kleinen Kindern rasch ärztlicher Rat eingeholt werden.

Elektrolytlösungen bei Durchfall

Bei Durchfall und Erbrechen können speziell zusammengesetzte orale Rehydratationslösungen helfen, verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte zu ersetzen.

Sie besitzen eine definierte Zusammensetzung und sind daher nicht mit Cola, Säften oder selbst gemischten Getränken gleichzusetzen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die geeignete Menge alters- und gewichtsgerecht gewählt werden.

Hautausschlag bei Kindern

Hautausschläge können bei Kindern zahlreiche Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Virusinfektionen,
  • allergische Reaktionen,
  • Ekzeme,
  • bakterielle Infektionen,
  • Arzneimittelreaktionen.

Ein Hautausschlag lässt sich deshalb nicht zuverlässig allein anhand eines Fotos diagnostizieren.

Bei Fieber, schlechtem Allgemeinzustand, Atemproblemen oder einem ungewöhnlichen beziehungsweise rasch zunehmenden Ausschlag sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Masern

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie werden durch Viren verursacht, sind sehr ansteckend und können zu schweren Komplikationen führen.

Schutz bietet eine Impfung entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Windpocken

Windpocken werden durch Varizella-Zoster-Viren verursacht. Typisch ist ein juckender Hautausschlag mit Bläschen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.

Auch gegen Windpocken steht eine von der STIKO empfohlene Impfung zur Verfügung.

Besonders bei Kontakt zu Schwangeren oder immungeschwächten Personen sollte eine mögliche Windpockenerkrankung nicht bagatellisiert werden.

Keuchhusten

Keuchhusten (Pertussis) ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege.

Bei älteren Kindern kann sie typische anfallsartige Hustenattacken verursachen. Für Säuglinge kann Keuchhusten dagegen besonders gefährlich sein und sich teilweise anders äußern.

Eine Impfung gegen Pertussis gehört deshalb zu den empfohlenen Standardimpfungen im Kindesalter.

Scharlach

Scharlach wird durch bestimmte Streptokokken verursacht und tritt vor allem bei Kindern auf.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Halsschmerzen,
  • Fieber,
  • geschwollene Lymphknoten,
  • charakteristischer Hautausschlag.

Da eine bakterielle Infektion vorliegt, kann nach ärztlicher Diagnose eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich sein.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Virusinfektion, die besonders häufig bei jüngeren Kindern auftritt.

Typisch sind kleine Bläschen oder Flecken im Mund sowie an Händen und Füßen.

Meist heilt die Erkrankung von selbst ab. Wichtig ist vor allem, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Allergien bei Kindern

Allergische Erkrankungen können bereits im Kindesalter auftreten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Heuschnupfen,
  • allergisches Asthma,
  • bestimmte Nahrungsmittelallergien,
  • Neurodermitis.

Eine vermutete Allergie sollte medizinisch abgeklärt werden, bevor Lebensmittel oder andere wichtige Bestandteile des Alltags dauerhaft gemieden werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Kategorie Allergie.

Asthma bei Kindern

Asthma kann bereits im Kindesalter auftreten. Typische Symptome sind wiederkehrender Husten, pfeifende Atemgeräusche, Engegefühl und Atemnot.

Beschwerden können beispielsweise durch Infekte, Allergene oder körperliche Belastung ausgelöst werden.

Eine ärztlich festgelegte Therapie und eine korrekte Inhalationstechnik sind besonders wichtig.

Mehr über Asthma und Inhalatoren erfahren Sie unter HNO, Atemwege und Lunge .

Antibiotika bei Kindern

Antibiotika wirken gegen bakterielle Infektionen, aber nicht gegen Viren. Deshalb sind sie beispielsweise bei einer gewöhnlichen Erkältung normalerweise nicht sinnvoll.

Wenn ein Antibiotikum ärztlich verordnet wurde, sollte es genau entsprechend der vorgegebenen Dosierung und Behandlungsdauer angewendet werden.

Übrig gebliebene Antibiotika aus einer früheren Behandlung sollten nicht eigenständig für ein anderes Kind oder einen späteren Infekt verwendet werden.

Medikamente richtig dosieren

Gerade flüssige Arzneimittel wie Säfte müssen bei Kindern exakt dosiert werden.

Verwenden Sie dafür möglichst die mitgelieferte Dosierspritze oder einen geeigneten Messbecher – nicht einen normalen Haushaltslöffel.

Vor der Gabe sollten immer geprüft werden:

  • Name des Arzneimittels,
  • Wirkstoffkonzentration,
  • Dosierung,
  • Dosierungsintervall,
  • maximale Tagesdosis.

Besonders bei verschiedenen Erkältungspräparaten ist darauf zu achten, dass nicht versehentlich derselbe Wirkstoff mehrfach gegeben wird.

Keine Medikamente von Geschwistern übernehmen

Ein Arzneimittel, das für ein Geschwisterkind geeignet war, muss nicht automatisch für ein anderes Kind geeignet sein.

Unterschiede bei Alter, Gewicht, Erkrankung und Begleitmedikation können entscheidend sein.

Hausmittel bei Kindern: Nicht alles ist harmlos

Hausmittel können bei leichten Beschwerden manchmal unterstützend sein. „Natürlich“ bedeutet jedoch nicht automatisch sicher.

Besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern sollten ätherische Öle, pflanzliche Präparate oder andere Hausmittel nicht unkritisch angewendet werden.

Empfehlungen aus sozialen Netzwerken ersetzen keine medizinische Bewertung.

Honig bei Säuglingen

Kinder unter zwölf Monaten dürfen keinen Honig erhalten. Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die bei Säuglingen einen seltenen, aber schweren Säuglingsbotulismus verursachen können.

Impfungen gehören zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um Kinder vor bestimmten schweren Infektionskrankheiten und deren Komplikationen zu schützen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche.

Dazu gehören unter anderem Impfungen gegen:

  • Diphtherie,
  • Tetanus,
  • Pertussis,
  • Poliomyelitis,
  • Haemophilus influenzae Typ b,
  • Hepatitis B,
  • Pneumokokken,
  • Rotaviren,
  • Masern, Mumps und Röteln,
  • Varizellen,
  • Meningokokken entsprechend den aktuellen Empfehlungen.

Der Impfkalender wird regelmäßig angepasst. Deshalb sollte bei konkreten Impffragen immer die aktuelle STIKO-Empfehlung verwendet werden.

U-Untersuchungen und J-Untersuchungen

Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.

Bei den U- und J-Untersuchungen werden unter anderem:

  • körperliche Entwicklung,
  • Motorik,
  • Sprache,
  • Sehen und Hören,
  • soziale und geistige Entwicklung

beurteilt.

Ziel ist nicht, gesunde Kinder unnötig zu untersuchen, sondern mögliche Erkrankungen oder Entwicklungsauffälligkeiten in einem Alter zu erkennen, in dem frühzeitige Behandlung oder Förderung besonders hilfreich sein kann.

Wann sollte man mit einem kranken Kind zum Kinderarzt?

Gerade bei kleinen Kindern können Eltern Krankheitssymptome nicht immer sicher einordnen.

Die kinderärztliche Praxis ist normalerweise die erste Anlaufstelle bei akuten, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Eine ärztliche Einschätzung ist beispielsweise sinnvoll bei:

  • anhaltendem oder hohem Fieber,
  • starken Ohr- oder Halsschmerzen,
  • wiederholtem Erbrechen oder starkem Durchfall,
  • deutlich vermindertem Trinken,
  • anhaltendem oder ungewöhnlichem Husten,
  • auffälligem Hautausschlag,
  • starken Schmerzen,
  • ungewöhnlicher Müdigkeit oder Verhaltensänderung.

Bei Unsicherheit gilt besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern: lieber einmal mehr kinderärztlich nachfragen als eine ernsthafte Erkrankung zu übersehen.

116117 oder 112?

Wenn die Kinderarztpraxis geschlossen ist und ein medizinisches Problem nicht bis zum nächsten regulären Termin warten kann, steht in Deutschland der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zur Verfügung.

Bei einem lebensbedrohlichen Notfall muss dagegen sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Warnzeichen bei Kindern: Wann ist es ein Notfall?

Sofortige medizinische Hilfe ist insbesondere erforderlich bei:

  • schwerer Atemnot,
  • Bewusstlosigkeit oder fehlender Reaktion,
  • Krampfanfällen,
  • starker Verwirrtheit,
  • schweren Verletzungen,
  • Vergiftungen,
  • starker Nackensteife,
  • bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut,
  • sehr starken Schmerzen oder rascher Verschlechterung.

Im Zweifel sollte bei schwerem Krankheitsbild der Rettungsdienst über 112 verständigt werden.

Gesundheit von Mutter und Kind gehört zusammen

Die Gesundheit eines Kindes beginnt nicht erst nach der Geburt. Schwangerschaft, Stillzeit, Ernährung, Impfungen, Arzneimittel und die körperliche und psychische Gesundheit der Eltern können miteinander verbunden sein.

Deshalb betrachten wir in der Kapellen-Apotheke die Gesundheit von Müttern, Kindern und Familien nicht als einzelne voneinander getrennte Themen.

Für uns bedeutet verantwortungsvolle Beratung:

  • altersgerechte Arzneimittel auszuwählen,
  • Dosierungen sorgfältig zu prüfen,
  • bei Unsicherheit nicht zu experimentieren,
  • Grenzen der Selbstmedikation klar zu benennen,
  • medizinische Empfehlungen auf verlässliche Quellen zu stützen,
  • Eltern bei Warnzeichen konsequent an Kinderärzte oder Notfallversorgung zu verweisen.

Keine Experimente mit Kindergesundheit

Gerade im Internet verbreiten sich vermeintliche „Geheimtipps“, alternative Heilversprechen oder Empfehlungen für Medikamente teilweise sehr schnell.

Bei Kindern sollten Entscheidungen jedoch nicht auf Erfahrungsberichten aus sozialen Netzwerken oder unbelegten Behauptungen beruhen.

Wir orientieren uns deshalb an anerkannten medizinischen Leitlinien, Empfehlungen der STIKO und offiziellen Gesundheitsinformationen. Wo die wissenschaftliche Evidenz unsicher ist, sollte dies auch klar kommuniziert werden.

Kapellen-Apotheke: Beratung für Eltern und Familien

In der Kapellen-Apotheke in Mömbris unterstützen wir Eltern bei Fragen rund um Arzneimittel und die sichere Selbstmedikation ihrer Kinder.

Dazu gehören beispielsweise Fragen zu:

  • Fieber- und Schmerzmitteln,
  • altersgerechten Dosierungen,
  • Nasentropfen und Nasensprays,
  • Husten und Erkältung,
  • Elektrolytlösungen,
  • Allergien,
  • Hautpflege,
  • richtiger Anwendung verordneter Arzneimittel.

Entscheidend ist dabei immer die Grenze zwischen sinnvoller Selbstmedikation und einer Situation, in der ein Kind ärztlich untersucht werden sollte.

Bei Fragen zu einem Produkt oder dessen Verfügbarkeit können Sie auch unsere Kontaktseite nutzen.

Häufige Fragen zu Kinderkrankheiten

Was sind typische Kinderkrankheiten?

Im engeren Sinn sind damit ansteckende Erkrankungen gemeint, die besonders häufig im Kindesalter auftreten. Dazu gehören beispielsweise Masern, Windpocken, Keuchhusten und Scharlach. Im Alltag wird der Begriff häufig auch für typische Erkrankungen wie Erkältungen, Magen-Darm-Infekte und Mittelohrentzündungen verwendet.

Wann muss ein Kind mit Fieber zum Arzt?

Das hängt unter anderem von Alter, Temperatur, Dauer und Allgemeinzustand ab. Bei sehr jungen Säuglingen, deutlicher Teilnahmslosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfällen oder erheblich vermindertem Trinken sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.

Dürfen Kinder Medikamente für Erwachsene bekommen?

Nicht ohne Prüfung. Manche Wirkstoffe sind für Kinder ungeeignet, andere müssen abhängig von Alter und Körpergewicht anders dosiert werden. Eine reduzierte Erwachsenendosis ist nicht automatisch eine sichere Kinderdosis.

Braucht ein Kind bei einer Erkältung Antibiotika?

Normalerweise nicht. Erkältungen werden überwiegend durch Viren verursacht, gegen die Antibiotika nicht wirken.

Was ist bei Durchfall bei kleinen Kindern besonders wichtig?

Kleine Kinder können relativ schnell Flüssigkeit und Elektrolyte verlieren. Entscheidend sind deshalb ausreichendes Trinken und die Beobachtung auf Zeichen einer Austrocknung. Bei deutlich vermindertem Trinken oder Urin, Teilnahmslosigkeit oder anhaltendem starken Durchfall sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Warum sind Impfungen bei Kindern wichtig?

Impfungen schützen vor verschiedenen Infektionskrankheiten und deren möglichen schweren Komplikationen. Welche Impfungen zu welchem Zeitpunkt empfohlen sind, legt die STIKO auf Grundlage der jeweils aktuellen wissenschaftlichen Daten fest.

Was tun, wenn Eltern nicht wissen, ob die Erkrankung ernst ist?

Bei Unsicherheit ist die Kinderarztpraxis die richtige erste Anlaufstelle. Außerhalb der regulären Sprechzeiten kann bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Problemen die 116117 kontaktiert werden. Bei schweren Notfällen gilt 112.

Verlässliche Informationen und medizinische Quellen

Bei Informationen zur Gesundheit von Kindern verwenden wir bevorzugt offizielle deutsche Gesundheitsangebote, Empfehlungen der STIKO und wissenschaftlich fundierte medizinische Leitlinien.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Untersuchung durch eine Kinder- und Jugendärztin oder einen Kinder- und Jugendarzt. Bei Säuglingen und kleinen Kindern sollte bei unklaren oder rasch zunehmenden Beschwerden besonders frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden. Bei schweren Krankheitszeichen gilt der Notruf 112.