HNO, Atemwege und Lunge
Erkrankungen von Hals, Nase und Ohren sowie der Atemwege und Lunge gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Sie reichen von einer unkomplizierten Erkältung oder allergischem Schnupfen bis hin zu chronischen Erkrankungen wie Asthma und COPD.
Viele akute Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage wieder ab. Anhaltender Husten, wiederkehrende Atemnot, starke Ohrenschmerzen oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes sollten jedoch medizinisch abgeklärt werden.
Was gehört zu HNO, Atemwegen und Lunge?
Der Bereich umfasst mehrere eng miteinander verbundene Organe:
- Nase und Nasennebenhöhlen,
- Rachen und Mandeln,
- Kehlkopf und Stimmbänder,
- Ohren und Gleichgewichtsorgan,
- Luftröhre und Bronchien,
- Lunge.
Die Atemluft gelangt über Nase oder Mund durch Rachen und Kehlkopf in die Luftröhre. Von dort wird sie über die Bronchien bis in die Lunge geleitet, wo Sauerstoff in das Blut aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben wird.
Welche Erkrankungen sind häufig?
Typische Erkrankungen und Beschwerden in diesem Bereich sind unter anderem:
- Erkältung,
- Grippe (Influenza),
- allergischer Schnupfen,
- Nasennebenhöhlenentzündung,
- Halsschmerzen und Rachenentzündung,
- Mandelentzündung,
- Heiserkeit,
- Mittelohrentzündung,
- akute Bronchitis,
- Asthma bronchiale,
- chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD),
- Lungenentzündung.
Erkältung
Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, wird in der Regel durch Viren verursacht. Erwachsene können sich mehrmals im Jahr erkälten, Kinder häufig noch öfter.
Typische Beschwerden sind:
- Kratzen oder Schmerzen im Hals,
- Schnupfen und verstopfte Nase,
- Husten,
- Heiserkeit,
- allgemeines Krankheitsgefühl.
Häufig beginnt eine Erkältung langsam. Die stärksten Beschwerden sind meist nach einigen Tagen überstanden, während Husten deutlich länger anhalten kann.
Antibiotika helfen bei einer normalen Erkältung nicht
Da Erkältungen überwiegend durch Viren verursacht werden, sind Antibiotika normalerweise nicht hilfreich.
Antibiotika wirken gegen Bakterien und sollten gezielt eingesetzt werden, wenn eine entsprechende bakterielle Erkrankung vorliegt beziehungsweise medizinisch vermutet wird.
Erkältung oder echte Grippe?
Im Alltag werden Erkältung und Grippe häufig verwechselt. Eine Influenza beginnt jedoch typischerweise deutlich schneller und kann zu einem ausgeprägten Krankheitsgefühl führen.
Typische Beschwerden einer Grippe sind beispielsweise:
- plötzliches Fieber,
- Schüttelfrost,
- Kopf- und Gliederschmerzen,
- starke Müdigkeit,
- Halsschmerzen,
- Husten.
Besonders bei älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen kann eine Grippe schwerer verlaufen.
Schnupfen und verstopfte Nase
Bei einem Schnupfen ist die Nasenschleimhaut entzündet und geschwollen. Dadurch wird die Nasenatmung erschwert und häufig vermehrt Sekret gebildet.
Eine verstopfte Nase kann unter anderem durch:
- Virusinfektionen,
- Allergien,
- trockene Luft,
- reizende Stoffe
verursacht werden.
Abschwellende Nasensprays nur begrenzt verwenden
Abschwellende Nasensprays können kurzfristig die Nasenatmung erleichtern. Sie sollten jedoch normalerweise nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden.
Bei längerer regelmäßiger Nutzung kann sich die Nasenschleimhaut an die Wirkung gewöhnen und nach Absetzen erneut stark anschwellen.
Bei Unsicherheit zur Anwendung oder Behandlungsdauer beraten wir Sie gerne in der Kapellen-Apotheke in Mömbris.
Nasennebenhöhlenentzündung
Bei einer Sinusitis beziehungsweise Rhinosinusitis sind die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen und meist gleichzeitig die Nasenschleimhaut entzündet.
Typische Beschwerden sind:
- verstopfte Nase,
- eingeschränkter Geruchssinn,
- Druck oder Schmerzen im Bereich von Stirn, Wangen oder Kiefer,
- Kopfschmerzen,
- Nasensekret.
Die akute Form entsteht häufig im Zusammenhang mit einem Infekt und heilt in vielen Fällen von selbst ab.
Bei starken, einseitigen oder ungewöhnlich lange anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Allergischer Schnupfen und Heuschnupfen
Nicht jeder Schnupfen wird durch eine Infektion verursacht. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übermäßig auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierallergene.
Typische Beschwerden sind:
- Niesanfälle,
- laufende oder verstopfte Nase,
- Juckreiz,
- tränende oder gerötete Augen.
Eine allergische Erkrankung kann bei manchen Menschen zusätzlich die unteren Atemwege betreffen und mit Asthma zusammenhängen.
Weitere Informationen und entsprechende Produkte finden Sie in unserer Kategorie Allergie.
Halsschmerzen
Halsschmerzen entstehen häufig im Rahmen eines viralen Infekts. Die Schleimhäute von Rachen und teilweise Mandeln sind dann entzündet oder gereizt.
Möglich sind:
- Kratzen und Brennen im Hals,
- Schmerzen beim Schlucken,
- Heiserkeit,
- geschwollene Lymphknoten.
Halsschmerzen können jedoch auch durch bakterielle Infektionen, trockene Luft, Allergien oder starke Beanspruchung der Stimme entstehen.
Wann sollten Halsschmerzen untersucht werden?
Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:
- starken oder zunehmenden Schluckbeschwerden,
- hohem Fieber,
- deutlich geschwollenen Halslymphknoten,
- anhaltenden Beschwerden,
- Atemproblemen.
Heiserkeit
Heiserkeit entsteht häufig durch eine Reizung oder Entzündung von Kehlkopf und Stimmbändern. Typische Auslöser sind Atemwegsinfekte oder eine starke Belastung der Stimme.
Meist bessert sich die Stimme innerhalb einiger Tage wieder.
Länger anhaltende oder wiederkehrende Heiserkeit sollte jedoch ärztlich beziehungsweise HNO-ärztlich abgeklärt werden – besonders bei Rauchern.
Ohrenschmerzen
Ohrenschmerzen können direkt aus dem Ohr stammen oder aus benachbarten Bereichen wie Rachen, Zähnen oder Kiefer ausstrahlen.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
- Mittelohrentzündung,
- Entzündung des äußeren Gehörgangs,
- Verletzungen,
- Druckveränderungen,
- Probleme im Kieferbereich.
Starke Ohrenschmerzen, Hörverlust oder aus dem Ohr austretende Flüssigkeit sollten medizinisch abgeklärt werden.
Mittelohrentzündung
Eine akute Mittelohrentzündung tritt besonders häufig bei Säuglingen und kleinen Kindern auf und entsteht oft im Anschluss an einen Atemwegsinfekt.
Mögliche Symptome sind:
- starke Ohrenschmerzen,
- Fieber,
- vorübergehend schlechteres Hören,
- Unruhe bei kleinen Kindern.
Nicht jede Mittelohrentzündung muss automatisch mit Antibiotika behandelt werden. Die Entscheidung hängt unter anderem von Alter, Beschwerden und Verlauf ab.
Husten
Husten ist ein wichtiger Schutzreflex. Er hilft dabei, Schleim und Fremdstoffe aus den Atemwegen zu entfernen.
Husten kann unter anderem auftreten bei:
- Erkältungen,
- akuter Bronchitis,
- Asthma,
- COPD,
- Allergien,
- Lungenentzündung,
- bestimmten Medikamenten.
Trockener Husten oder Husten mit Schleim?
Zu Beginn eines Atemwegsinfekts ist der Husten häufig trocken und reizend. Später kann Schleim hinzukommen.
Die Farbe des Schleims allein beweist nicht, dass eine bakterielle Infektion vorliegt und ein Antibiotikum benötigt wird.
Wie lange kann Husten dauern?
Nach einer Erkältung kann Husten deutlich länger bestehen als die übrigen Beschwerden. Ein über Wochen anhaltender oder zunehmend stärker werdender Husten sollte jedoch medizinisch abgeklärt werden.
Akute Bronchitis
Bei einer akuten Bronchitis sind die Bronchien vorübergehend entzündet. Häufig entwickelt sie sich im Rahmen eines viralen Atemwegsinfekts.
Das wichtigste Symptom ist Husten. Er kann zunächst trocken sein und später mit Auswurf einhergehen.
Antibiotika sind auch bei akuter Bronchitis in vielen Fällen nicht notwendig, da die Erkrankung überwiegend durch Viren verursacht wird.
Asthma bronchiale
Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien reagieren überempfindlich und können sich zeitweise stark verengen.
Typische Beschwerden sind:
- anfallartige Atemnot,
- pfeifende oder brummende Atemgeräusche,
- Husten,
- Engegefühl im Brustkorb,
- Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung.
Die Beschwerden können zwischen einzelnen Episoden vollständig verschwinden. Mit einer geeigneten Behandlung lässt sich Asthma bei vielen Menschen gut kontrollieren.
Allergisches und nicht allergisches Asthma
Asthma kann durch unterschiedliche Auslöser beeinflusst werden. Beim allergischen Asthma spielen Allergene wie beispielsweise Pollen oder Hausstaubmilben eine wichtige Rolle.
Beschwerden können aber auch durch:
- Atemwegsinfektionen,
- kalte Luft,
- körperliche Belastung,
- Rauch und andere Reizstoffe
ausgelöst oder verstärkt werden.
Asthma-Medikamente: Bedarf und Dauertherapie unterscheiden
Moderne Asthmatherapie unterscheidet zwischen Medikamenten, die die Entzündung der Atemwege langfristig kontrollieren, und Arzneimitteln, die bei akuten Beschwerden die Bronchien erweitern.
Welche Medikamente notwendig sind, hängt von Häufigkeit und Stärke der Beschwerden sowie von der individuellen Asthmakontrolle ab.
Ein häufig eingesetzter bronchienerweiternder Wirkstoff ist Salbutamol. Informationen zu Anwendung und wichtigen Hinweisen finden Sie auf unserer Seite zum Ventolin Inhalator mit Salbutamol .
Ein Bedarfsspray ersetzt bei behandlungsbedürftigem Asthma jedoch nicht automatisch eine entzündungshemmende Dauertherapie. Der persönliche Behandlungsplan sollte ärztlich festgelegt werden.
Inhalatoren richtig anwenden
Bei Asthma und COPD werden viele Arzneimittel direkt in die Atemwege inhaliert. Damit die richtige Wirkstoffmenge in der Lunge ankommt, ist die korrekte Inhalationstechnik entscheidend.
Je nach Gerät unterscheiden sich die einzelnen Schritte. Häufig wichtig sind:
- korrekte Vorbereitung des Inhalators,
- passende Atemtechnik,
- richtiges Auslösen beziehungsweise Einatmen der Dosis,
- kurzes Anhalten des Atems nach der Inhalation, sofern vorgesehen.
Lassen Sie sich die Anwendung eines neuen Inhalators am besten praktisch erklären. Eine fehlerhafte Technik kann dazu führen, dass zu wenig Wirkstoff die Bronchien erreicht.
COPD
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickelt sich meist langsam über viele Jahre.
Dabei sind die Bronchien dauerhaft verengt und die Lunge kann zunehmend geschädigt werden.
Typische Beschwerden sind:
- lang anhaltender beziehungsweise täglicher Husten,
- Auswurf,
- Atemnot zunächst vor allem bei Belastung,
- pfeifende oder brummende Atemgeräusche.
Der wichtigste vermeidbare Risikofaktor ist Tabakrauchen.
Rauchstopp bei COPD
Wer raucht und an COPD erkrankt ist, kann durch einen Rauchstopp wesentlich dazu beitragen, das weitere Fortschreiten der Lungenschädigung zu verlangsamen.
Unterstützung beim Rauchstopp kann sinnvoll sein, wenn eigene Versuche wiederholt nicht erfolgreich waren.
Informationen und entsprechende Angebote finden Sie auch in unserer Kategorie Raucherentwöhnung.
Asthma oder COPD – was ist der Unterschied?
Asthma und COPD können ähnliche Beschwerden verursachen, insbesondere Husten, Atemnot und pfeifende Atemgeräusche. Es handelt sich dennoch um unterschiedliche Erkrankungen.
Bei Asthma schwankt die Verengung der Atemwege typischerweise stärker und kann sich zwischen den Beschwerden deutlich zurückbilden.
Bei COPD besteht dagegen eine anhaltende Verengung der Atemwege und eine dauerhafte Schädigung der Lunge.
Eine sichere Unterscheidung erfolgt durch ärztliche Untersuchung und Lungenfunktionstests.
Lungenentzündung
Bei einer Pneumonie ist Lungengewebe entzündet. Auslöser können unterschiedliche Krankheitserreger sein.
Mögliche Beschwerden sind:
- Fieber,
- Husten,
- Atemnot,
- starkes Krankheitsgefühl,
- Schmerzen im Brustkorb beim Atmen.
Das Risiko für einen schweren Verlauf ist unter anderem bei älteren Menschen, Menschen mit chronischen Lungen- oder Herzerkrankungen und Personen mit geschwächtem Immunsystem erhöht.
Rauchen und Atemwege
Tabakrauch enthält zahlreiche Stoffe, die Atemwege und Lunge schädigen. Rauchen erhöht unter anderem das Risiko für COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs.
Ein Rauchstopp lohnt sich auch nach vielen Jahren des Rauchens. Bereits bestehende Lungenschäden lassen sich zwar nicht immer rückgängig machen, das weitere Risiko kann jedoch deutlich reduziert werden.
Infektionen und chronische Atemwegserkrankungen
Menschen mit Asthma oder COPD können auf Atemwegsinfekte stärker reagieren als Menschen ohne chronische Lungenerkrankung.
Infektionen können beispielsweise:
- Husten verstärken,
- mehr Atemnot auslösen,
- den Bedarf an Medikamenten verändern,
- bei COPD eine akute Verschlechterung auslösen.
Eine deutliche Verschlechterung einer bekannten Lungenerkrankung sollte deshalb nicht einfach als normale Erkältung abgetan werden.
Impfungen und Atemwege
Impfungen können vor verschiedenen Infektionen schützen, die die Atemwege beziehungsweise Lunge betreffen.
Welche Impfungen individuell empfohlen sind, hängt unter anderem von Alter, bestehenden Erkrankungen und persönlichen Risikofaktoren ab.
Besonders bei älteren Menschen und bestimmten chronischen Erkrankungen spielen Impfungen gegen Atemwegsinfektionen eine wichtige Rolle.
Weitere Informationen finden Sie auch unter Erkrankungen im Alter .
Atemwege bei Kindern
Kinder erkranken besonders häufig an Infektionen der oberen Atemwege. Ihr Immunsystem muss zunächst mit vielen unterschiedlichen Krankheitserregern Erfahrungen sammeln.
Bei kleinen Kindern können Atemwegsinfektionen unter anderem häufiger zu Mittelohrentzündungen führen.
Bei Säuglingen und kleinen Kindern sollte bei Atemproblemen, auffälliger Teilnahmslosigkeit oder deutlich reduziertem Allgemeinzustand frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wann sollte Husten ärztlich abgeklärt werden?
Ärztlicher Rat ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- Husten über mehrere Wochen anhält,
- die Beschwerden zunehmend stärker werden,
- Atemnot hinzukommt,
- hohes oder anhaltendes Fieber besteht,
- Brustschmerzen auftreten,
- Blut abgehustet wird,
- eine bekannte chronische Lungenerkrankung deutlich schlechter wird.
Wann ist Atemnot ein Notfall?
Plötzlich auftretende oder schwere Atemnot kann ein medizinischer Notfall sein.
Sofortige medizinische Hilfe ist insbesondere erforderlich bei:
- starker Atemnot in Ruhe,
- bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut,
- Bewusstseinsstörungen,
- starken Brustschmerzen,
- schwerem Asthmaanfall, der sich nicht ausreichend bessert,
- rasch zunehmender Atemnot bei bekannter COPD.
In einer solchen Situation sollte unverzüglich der Rettungsdienst verständigt werden.
Wie werden Erkrankungen der Atemwege untersucht?
Welche Untersuchungen notwendig sind, hängt von Art und Dauer der Beschwerden ab.
Mögliche diagnostische Verfahren sind:
- körperliche Untersuchung und Abhören der Lunge,
- Untersuchung von Nase, Rachen und Ohren,
- Lungenfunktionstest (Spirometrie),
- Peak-Flow-Messung,
- Allergietests,
- Blutuntersuchungen,
- bildgebende Verfahren bei entsprechender Fragestellung.
Bei Asthma und COPD gehört die Prüfung der Lungenfunktion zu den wichtigen Untersuchungen.
Medikamente bei HNO- und Atemwegserkrankungen
Abhängig von der Erkrankung kommen sehr unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Dazu gehören beispielsweise:
- abschwellende oder kortisonhaltige Nasensprays,
- Antihistaminika bei Allergien,
- Schmerz- und Fiebermittel,
- bronchienerweiternde Inhalationsmedikamente,
- entzündungshemmende Asthmamedikamente,
- Antibiotika bei ausgewählten bakteriellen Infektionen.
Entscheidend ist, dass die Behandlung zur tatsächlichen Ursache passt. Ein Antibiotikum hilft beispielsweise nicht gegen eine normale virale Erkältung oder die Mehrzahl akuter Bronchitiden.
Selbstmedikation: Wann ist sie sinnvoll?
Leichte Erkältungsbeschwerden, ein unkomplizierter Schnupfen oder leichte Halsschmerzen können häufig zunächst selbst behandelt werden.
Bei der Auswahl eines geeigneten Präparats sollten jedoch Alter, Vorerkrankungen und andere Medikamente berücksichtigt werden.
Das gilt insbesondere für:
- kleine Kinder,
- Schwangere und Stillende,
- ältere Menschen,
- Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Menschen mit Asthma oder COPD.
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Was kann man selbst für die Atemwege tun?
Nicht jede Erkrankung lässt sich verhindern. Einige Maßnahmen können jedoch Atemwege und Lunge schützen:
- nicht rauchen beziehungsweise mit dem Rauchen aufhören,
- Atemwegsinfekte ausreichend auskurieren,
- empfohlene Impfungen aktuell halten,
- Allergien und Asthma konsequent behandeln,
- Inhalatoren korrekt anwenden,
- regelmäßige Bewegung entsprechend der eigenen Belastbarkeit.
Häufige Fragen zu HNO, Atemwegen und Lunge
Was gehört zu den oberen und unteren Atemwegen?
Zu den oberen Atemwegen gehören vor allem Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen. Zu den unteren Atemwegen zählen Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge.
Wie erkennt man den Unterschied zwischen Erkältung und Grippe?
Eine Erkältung beginnt meist eher langsam mit Schnupfen, Halskratzen und Husten. Eine echte Grippe beginnt häufig plötzlich und geht typischerweise mit stärkerem Krankheitsgefühl, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen einher.
Wann braucht man bei Husten Antibiotika?
Nicht automatisch. Die meisten Erkältungen und akuten Bronchitiden sind viral. Antibiotika sind nur bei bestimmten bakteriellen Infektionen sinnvoll.
Wie lange darf man abschwellendes Nasenspray verwenden?
Abschwellende Nasensprays sind grundsätzlich für die kurzfristige Anwendung gedacht. Bei längerer Anwendung kann ein Gewöhnungseffekt mit dauerhaft geschwollener Nasenschleimhaut entstehen. Beachten Sie die Angaben des jeweiligen Präparats.
Was sind typische Asthma-Symptome?
Typisch sind anfallsartige Atemnot, pfeifende Atemgeräusche, Husten und ein Engegefühl im Brustkorb. Beschwerden können insbesondere nachts oder bei bestimmten Auslösern auftreten.
Was sind typische COPD-Symptome?
Typisch sind länger bestehender Husten, Auswurf und zunehmende Atemnot, zunächst vor allem bei Belastung.
Wann ist Atemnot gefährlich?
Starke oder plötzlich auftretende Atemnot, insbesondere zusammen mit Brustschmerzen, Bewusstseinsstörungen oder bläulichen Lippen, erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Warum ist die richtige Inhalationstechnik wichtig?
Bei falscher Anwendung kann ein großer Teil des Arzneimittels im Mund oder Rachen verbleiben, statt die Bronchien zu erreichen. Deshalb sollte die korrekte Anwendung eines Inhalators praktisch erklärt und regelmäßig überprüft werden.
In der Kapellen-Apotheke in Mömbris beraten wir Sie gerne zu Erkältungsbeschwerden, Allergien, Nasensprays, Inhalatoren und Arzneimitteln für die Atemwege.
Bei Fragen zu einem Produkt oder dessen Verfügbarkeit nutzen Sie gerne unsere Kontaktseite.
Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen gesundheitlichen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder individuelle Behandlung. Bei starker oder plötzlich auftretender Atemnot ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.
