milgamma protekt bei nachgewiesenem Vitamin-B1-Mangel und dadurch bedingten Neuropathien
Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder Schmerzen können bei einer Neuropathie auftreten. Wenn solche Nervenschäden auf einem klinisch gesicherten Vitamin-B1-Mangel beruhen, kann milgamma protekt 300 mg zur Behandlung eingesetzt werden. Das Präparat enthält Benfotiamin, ein fettlösliches Vitamin-B1-Derivat.
Entscheidend ist die Ursache der Beschwerden: milgamma protekt bei Vitamin-B1-Mangel ist nicht als allgemeines Mittel gegen jede Form von Neuropathie gedacht. Zugelassen ist es zur Therapie oder Vorbeugung klinischer Vitamin-B1-Mangelzustände, wenn diese nicht durch die Ernährung behoben werden können, sowie bei Neuropathien und kardiovaskulären Störungen infolge eines Vitamin-B1-Mangels.
Wann ein Vitamin-B1-Mangel auftreten kann
- Bei Mangel- oder Fehlernährung
- Bei längerfristiger parenteraler Ernährung oder Malabsorption
- Bei Hämodialyse
- Bei chronischem Alkoholismus
- Bei erhöhtem Bedarf oder Diabetes mellitus
Benfotiamin bei Nervenschäden durch Vitamin-B1-Mangel
milgamma protekt 300 mg Filmtabletten liefern pro Tablette 300 mg Benfotiamin. Der Wirkstoff dient dem Ausgleich eines Vitamin-B1-Mangels und kann dadurch Beschwerden einer mangelbedingten Neuropathie beeinflussen. Dazu können Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder Schmerzen gehören.
milgamma protekt: Packungsgrößen und aktuelle AVP/UVP
| Packung | Wirkstärke | Preisangabe |
|---|---|---|
| 30 Filmtabletten | 300 mg Benfotiamin | 27,99 € |
| 60 Filmtabletten | 300 mg Benfotiamin | 49,98 € |
| 90 Filmtabletten | 300 mg Benfotiamin | 68,95 € |
Die Preisangaben entsprechen aktuell ausgewiesenen AVP/UVP-Werten deutscher Online-Apotheken. Tatsächliche Verkaufspreise und Verfügbarkeit können abweichen.
30, 60 oder 90 Tabletten: welche Packung passt zur Behandlungsdauer?
Alle drei regulär angebotenen Packungen enthalten dieselbe Dosierung von 300 mg Benfotiamin pro Tablette. Da bei Neuropathien zunächst eine Einnahme über mindestens 3 Wochen vorgesehen ist, kann die Packungsgröße je nach geplanter Therapiedauer eine praktische Rolle spielen.
| Packungsgröße | Bei 1 Tablette täglich | Einordnung |
|---|---|---|
| 30 Stück | Etwa 30 Tage | Für die erste Behandlungsphase geeignet |
| 60 Stück | Etwa 60 Tage | Für eine längere Weiterbehandlung |
| 90 Stück | Etwa 90 Tage | Größte regulär beworbene Packung |
milgamma protekt richtig einnehmen: 1 Tablette täglich
Die milgamma protekt Dosierung ist einfach: Soweit nicht anders verordnet, wird 1-mal täglich 1 Filmtablette unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
Übliche Dosierung
- Einzeldosis: 1 Filmtablette.
- Häufigkeit: 1-mal täglich.
- Einnahme: Unzerkaut mit etwas Flüssigkeit.
- Mahlzeiten: Keine besondere Bindung an eine Mahlzeit erforderlich.
Behandlungsdauer bei Neuropathien
Zur Therapie von Neuropathien sollte milgamma protekt zunächst mindestens 3 Wochen eingenommen werden. Anschließend richtet sich die Weiterbehandlung nach dem therapeutischen Erfolg.
Wann sollte die Wirkung überprüft werden?
Wie lange milgamma protekt bei Neuropathie eingenommen wird, hängt vom Behandlungserfolg ab. Ist nach 4 Wochen keine oder nur eine geringe Wirkung erkennbar, sollte die Therapie der Beschwerden ärztlich oder pharmazeutisch überprüft werden.
Was tun bei vergessener Einnahme?
Eine ausgelassene Dosis wird nicht durch die doppelte Menge ausgeglichen. Die Einnahme wird anschließend wie vorgesehen fortgesetzt.
Wann Benfotiamin nicht eingenommen werden darf
5-Fluoruracil als relevante Wechselwirkung
5-Fluoruracil kann Thiamin inaktivieren, da es die Umwandlung von Thiamin zu seiner biologisch aktiven Form hemmt. Wer mit 5-Fluoruracil behandelt wird, sollte die Einnahme deshalb mit dem behandelnden Arzt abstimmen.
Mögliche Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht oder Hautausschlag
- Übelkeit oder andere Magen-Darm-Beschwerden
- Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht bekannt
Schwangerschaft und Stillzeit
Wegen der hohen Wirkstoffmenge soll milgamma protekt während Schwangerschaft oder Stillzeit nur zur Behandlung eines nachgewiesenen Vitamin-B1-Mangels eingesetzt werden, wenn der behandelnde Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Vitamin B1 geht in die Muttermilch über.
Wirkstoff, Zusammensetzung und Aufbewahrung
| Produktname | milgamma protekt |
|---|---|
| Wirkstoff | Benfotiamin |
| Wirkstärke | 300 mg Benfotiamin pro Filmtablette |
| Arzneimittelgruppe | Vitaminpräparat |
| Anwendungsgebiet | Therapie oder Prophylaxe klinischer Vitamin-B1-Mangelzustände, sofern diese nicht ernährungsmäßig behoben werden können; Neuropathien und kardiovaskuläre Störungen infolge eines Vitamin-B1-Mangels |
| Übliche Dosierung | 1-mal täglich 1 Filmtablette |
| Initiale Einnahmedauer bei Neuropathien | Mindestens 3 Wochen |
| Kontrolle bei fehlender Wirkung | Nach 4 Wochen Therapie überprüfen |
| Packungsgrößen | 30, 60 und 90 Filmtabletten; weitere zugelassene Packungsgrößen werden möglicherweise nicht in Verkehr gebracht |
| Natrium | Weniger als 23 mg pro Tablette; nahezu natriumfrei |
| Aufbewahrung | In der Originalverpackung aufbewahren |
| Abgabestatus | Apothekenpflichtig, ohne ärztliche Verschreibung erhältlich |
Häufige Fragen zu milgamma protekt
Ist milgamma protekt für diabetische Neuropathie geeignet?
Das Präparat ist für Neuropathien zugelassen, wenn diese durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht werden. Bei Diabetes sollte daher geklärt werden, ob ein entsprechender Mangel beziehungsweise eine andere Ursache der Beschwerden vorliegt.
Wie oft wird milgamma protekt 300 mg eingenommen?
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis 1-mal täglich 1 Filmtablette.
Wie lange dauert die Behandlung einer Neuropathie?
Die Anfangsbehandlung soll mindestens 3 Wochen dauern. Danach richtet sich eine Weiterbehandlung nach dem therapeutischen Erfolg. Nach 4 Wochen ohne ausreichende Wirkung sollte die Therapie überprüft werden.
Kann milgamma protekt zusammen mit 5-Fluoruracil eingenommen werden?
5-Fluoruracil kann Thiamin inaktivieren. Eine gleichzeitige Behandlung sollte deshalb mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Enthält milgamma protekt Lactose oder Gluten?
Der Hersteller beschreibt milgamma protekt als lactose- und glutenfrei. Maßgeblich bleibt die Zusammensetzung der jeweils aktuellen Packungsbeilage.
Diese Informationen erläutern milgamma protekt 300 mg mit Benfotiamin und ersetzen keine persönliche ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Maßgeblich sind die aktuelle Packungsbeilage und die tatsächlich abgegebene Packung. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.




